Preisbildung Schritt für Schritt
Was kostet ein Umzug in Berlin?
Ein Umzug innerhalb Berlins liegt bei zwei Zimmern meist zwischen 400 und 700 Euro, bei vier Zimmern eher zwischen 1.100 und 1.900 Euro. Die Spanne entsteht nicht durch die Entfernung, sondern durch Volumen, Etage und Trageweg. Auf dieser Seite rechnen wir beide Modelle durch, das Stundenmodell und die Pauschale, mit den Sätzen, die bei uns gelten.
- Stundensatz ab 49 Euro für zwei Helfer und Transporter
- Pauschale ab 455 Euro für ein Zimmer
- Mindestdauer zwei Stunden, danach halbe Stunden
- Anfahrt in Berlin inklusive, kein Etagengeld
Die Zahlen, auf denen jede Rechnung steht
- 49 €
- Stundensatz ab
- zwei Helfer und Transporter mit 12 Kubikmetern
- 455 €
- Pauschale ab
- Einzimmerwohnung, fester Betrag
- 2 Std.
- Mindestdauer
- danach Abrechnung in halben Stunden
- 89 €
- Halteverbotszone
- je Adresse, 168 Euro für beide
- 0 €
- Etagen- und Tragegeld
- Anfahrt innerhalb Berlins inklusive
Warum Kubikmeter zählen und nicht Quadratmeter
Eine Wohnung mit 60 Quadratmetern kann 18 Kubikmeter Umzugsgut enthalten oder 35. Wer eine Bücherwand, ein volles Kellerabteil und einen vierteiligen Kleiderschrank besitzt, füllt das Fahrzeug doppelt so schnell wie jemand mit Bett, Tisch und acht Kartons. Die Wohnfläche sagt darüber nichts aus, sie steht nur zufällig in jedem Exposé.
Wir schätzen deshalb in Kubikmetern. Als Orientierung liegt ein sparsam eingerichtetes Zimmer bei etwa 8 Kubikmetern, ein normal volles bei 10 bis 12, ein Zimmer mit Regalwand oder Werkstattecke deutlich darüber. Keller, Dachboden und Balkon kommen obendrauf und werden bei Telefonauskünften fast immer übersehen.
Sie können die Größe vorab selbst eingrenzen. Der Umzugskosten-Rechner fragt genau diese Angaben ab. Belastbar wird die Zahl bei einer Besichtigung vor Ort, weil dort auch Treppenhaus, Türbreiten und Halteplatz mit einfließen.
- Volumen in Kubikmetern, inklusive Keller und Dachboden
- Etage und ob der Aufzug Möbel aufnimmt
- Meter zwischen Haustür und Halteplatz des Fahrzeugs
- Zerlegbare oder sperrige Einzelstücke
- Zusatzwünsche wie Packen, Lift, Reinigung
Stundenmodell oder Pauschale, einmal durchgerechnet
Im Stundenmodell zahlen Sie die tatsächliche Arbeitszeit. Zwei Helfer mit LKW kosten 59 Euro je Stunde, die Mindestdauer beträgt zwei Stunden, danach rechnen wir in halben Stunden ab. Ein Zweizimmerumzug mit Aufzug an beiden Adressen dauert oft sechs Stunden: sechs mal 59 Euro ergeben 354 Euro. Mit Halteverbotszone an beiden Adressen kommen 168 Euro dazu, macht 522 Euro.
Die Pauschale für zwei Zimmer beginnt bei 640 Euro. Sie liegt in diesem Beispiel höher, deckt aber auch den Fall ab, dass der Tag neun Stunden dauert, weil der Aufzug ausfällt oder die Zufahrt zugestellt ist. Neun Stunden im Stundenmodell wären 531 Euro, mit Halteverbot 699 Euro. Die Pauschale ist also kein Rabatt, sondern eine Versicherung gegen den langen Tag.
Daraus folgt eine brauchbare Faustregel: Wer die Wohnung kennt, den Keller vorher leert und kurze Wege bietet, fährt mit dem Stundensatz meist günstiger. Wer ein festes Budget einhalten muss, nimmt den Festpreis. Alle Sätze für beide Varianten stehen in der Preisübersicht.
- Stundenmodell: Arbeitszeit von der Ankunft bis zur Abnahme
- Mindestens zwei Stunden, danach halbstündliche Abrechnung
- Pauschale: fester Betrag unabhängig von der Dauer
- Anfahrt innerhalb Berlins in beiden Fällen enthalten
- Zusatzposten werden getrennt ausgewiesen
Drei Beispiele aus dem Bezirk
Einzimmerwohnung am Fennpfuhl, dritte Etage mit Aufzug, rund 14 Kubikmeter, Ziel Alt-Lichtenberg. Zwei Helfer mit Transporter zu 49 Euro, vier Stunden Arbeitszeit, dazu die Halteverbotszone an der neuen Adresse für 89 Euro. Ergebnis: 196 Euro plus 89 Euro, also 285 Euro. Die Pauschale ab 455 Euro wäre hier der teurere Weg.
Dreizimmerwohnung im Altbau in Rummelsburg, zweite Etage ohne Aufzug, etwa 38 Kubikmeter. Drei Helfer mit LKW zu 78 Euro, acht Stunden, das sind 624 Euro. Halteverbotszone an beiden Adressen 168 Euro, dreißig gekaufte Kartons 78 Euro. Summe 870 Euro, gegenüber der Pauschale ab 940 Euro. Ohne Aufzug ist der dritte Helfer keine Bequemlichkeit, sondern der Grund, warum der Tag nicht zwölf Stunden dauert.
Vierzimmerwohnung in Karlshorst mit vollem Keller, rund 52 Kubikmeter, Ziel Neuenhagen. Vier Helfer mit 7,5-Tonner zu 105 Euro, neun Stunden, das sind 945 Euro. Dazu Halteverbot an beiden Adressen 168 Euro und ein Möbellift für 260 Euro, weil das Treppenhaus die Couch nicht hergibt. Summe 1.373 Euro. Fahrten über die Stadtgrenze stimmen wir vorher ab, innerhalb Berlins ist die Anfahrt enthalten.
Posten, die im ersten Telefonangebot oft fehlen
Diese Positionen sind nicht versteckt, sie tauchen nur selten in einer schnellen Auskunft am Telefon auf, weil dabei niemand nach Keller, Klavier oder Endreinigung fragt. Wenn Sie Angebote vergleichen, prüfen Sie zuerst, ob diese Zeilen überhaupt enthalten sind.
Nicht jeder Posten trifft auf jeden Umzug zu. Wer im Erdgeschoss wohnt oder einen Lastenaufzug im Haus hat, braucht keinen Möbellift. Wer die alte Wohnung selbst putzt, streicht die Endreinigung. Und wer bereits Kartons im Keller stehen hat, kauft keine neuen.
- Halteverbotszone: 89 Euro je Adresse, 168 Euro für beide
- Möbellift: 260 Euro je Halbtag
- Umzugskartons: 2,60 Euro im Kauf, 1 Euro je Woche in der Miete
- Kleiderbox: 16 Euro
- Klavier im Umzug: ab 110 Euro Aufpreis, je Etage ohne Aufzug 42 Euro
- Klavier als Einzelauftrag ab 160 Euro, Flügel ab 305 Euro
- Entrümpelung: ab 78 Euro je Kubikmeter
- Endreinigung: ab 3,40 Euro je Quadratmeter
- Einlagerung: ab 14 Euro je Kubikmeter und Monat, mindestens 5 Kubikmeter
Woran Sie ein belastbares Angebot erkennen
Ein Angebot, das trägt, nennt das geschätzte Volumen, die Teamgröße, das Fahrzeug und jeden Zusatzposten in einer eigenen Zeile. Es weist die Mehrwertsteuer aus und sagt, wann gezahlt wird. Fehlt das Volumen, fehlt die Grundlage, und dann ist auch der Preis nur eine Zahl ohne Bezug.
Vorsicht ist angebracht, wenn am Telefon nach zwei Fragen ein Endpreis genannt wird und am Umzugstag plötzlich Etagengeld, Tragegeld oder Kilometer dazukommen. Bei uns gibt es weder Etagen- noch Tragegeld, und die Anfahrt innerhalb Berlins ist enthalten. Wie Sie mehrere Firmen sauber gegeneinanderstellen, steht ausführlich in unserem Ratgeber zum Vergleichen von Umzugsfirmen.
- Geschätztes Volumen in Kubikmetern ist genannt
- Teamgröße und Fahrzeugtyp stehen im Text
- Jeder Zusatzposten hat eine eigene Zeile
- Mehrwertsteuer ist ausgewiesen
- Firmenname und Anschrift sind vollständig
Wo sich sparen lohnt und wo nicht
Am meisten spart, wer selbst packt. Beim Stundenmodell zahlen Sie nur noch Tragen und Fahren, und das ist der Löwenanteil des Ersparnisses. Zweitens hilft ein leerer Keller: Was vorher zum Wertstoffhof oder in die Sperrmüllabholung geht, muss niemand in den vierten Stock tragen. Drittens sind Termine in der Monatsmitte entspannter als der Ultimo, an dem halb Berlin umzieht.
Nicht sparen sollten Sie an der Teamgröße. Zwei Helfer für eine Dreizimmerwohnung ohne Aufzug klingt günstig, verlängert den Tag aber so weit, dass die Rechnung am Ende höher ausfällt als mit drei Leuten. Dasselbe gilt für den Möbellift bei engen Treppenhäusern und für die Halteverbotszone an einer Hauptstraße.
Es gibt auch Fälle, in denen weniger reicht. Bei einer ruhigen Seitenstraße mit eigener Hofzufahrt brauchen Sie keine Halteverbotszone, wenn Sie den Hof reservieren können. Und in einem Neubau mit Lastenaufzug ist der Möbellift überflüssig, solange der Aufzug reserviert ist.
Stundenmodell nach Wohnungsgröße
Die Preise zeigen die reine Arbeitszeit im Stundenmodell, also Teamgröße mal Stundensatz. Zusatzposten wie Halteverbotszone, Kartons oder Möbellift kommen je nach Bedarf dazu.
| Wohnung | Typischer Aufwand | Arbeitszeit gerechnet |
|---|---|---|
| WG-Zimmer oder Einzelstücke | 2 Helfer und Transporter, etwa 3 Stunden | ab 147 € |
| 1 Zimmer, bis etwa 15 m³ | 2 Helfer und Transporter, 4 bis 5 Stunden | 196 bis 245 € |
| 2 Zimmer, bis etwa 25 m³ | 2 Helfer und LKW, 6 bis 8 Stunden | 354 bis 472 € |
| 3 Zimmer, bis etwa 40 m³ | 3 Helfer und LKW, 7 bis 9 Stunden | 546 bis 702 € |
| 4 Zimmer, bis etwa 55 m³ | 4 Helfer und 7,5-Tonner, 8 bis 11 Stunden | 840 bis 1.155 € |
Wer lieber einen festen Betrag hat: Die Pauschalen beginnen bei 455 Euro für ein Zimmer, 640 Euro für zwei, 940 Euro für drei und 1.295 Euro für vier Zimmer. Alle Beträge inklusive Mehrwertsteuer.
Fälle, die den Preis verschieben
Fünf Situationen, nach denen wir bei der Besichtigung gezielt fragen, weil sie sich sonst am Umzugstag rächen.
Der Aufzug fällt am Umzugstag aus
Das lässt sich nicht verhindern, aber abfedern. Im Stundenmodell verlängert sich der Tag und damit die Rechnung, beim Festpreis bleibt der Betrag stehen. Wer in einem Haus mit nur einem Aufzug wohnt, sollte diesen Punkt vor der Wahl des Modells ansprechen.
Im Keller steht mehr als besprochen
Kellerabteile werden regelmäßig unterschätzt, zehn Kubikmeter sind dort keine Seltenheit. Sagen Sie uns vorher Bescheid, dann planen wir Fahrzeug und Team passend. Was weg soll, rechnen wir getrennt ab 78 Euro je Kubikmeter ab, damit Umzug und Entsorgung auf der Rechnung klar zu trennen sind.
Die neue Wohnung ist erst am Nachmittag frei
Dann laden wir vormittags, sichern die Ladung und warten die Schlüsselübergabe ab. Im Stundenmodell läuft die Zeit weiter, deshalb ist hier der Festpreis oft die ruhigere Lösung. Alternativ lagern wir über Nacht ein, ab 14 Euro je Kubikmeter und Monat bei mindestens 5 Kubikmetern.
Ein Klavier soll mit
Innerhalb eines Umzugs kostet das ab 110 Euro Aufpreis, als Einzelauftrag ab 160 Euro. Ohne Aufzug kommen 42 Euro je Etage dazu, ein Flügel beginnt bei 305 Euro. Wichtig ist der Hinweis vorab, weil wir dafür anderes Material und mehr Leute einplanen.
Der Nachmieter zieht am selben Tag ein
Dann wird der Zeitplan eng, besonders wenn beide Parteien dieselbe Halteverbotszone brauchen. Legen Sie die Übergabe möglichst auf den Vormittag und sprechen Sie die Zonen ab. Zwei getrennte Zonen an derselben Straße sind machbar, müssen aber beide rechtzeitig beantragt sein.
Fragen zu: Was kostet ein Umzug?
Kostet ein Umzug am Samstag mehr?
Nein, wir erheben für Samstage keinen Aufschlag. Zu bedenken ist nur, dass Samstage am Monatsende sehr früh vergeben sind. Wer flexibel ist, bekommt unter der Woche schneller den Wunschtermin.
Warum nennen Sie am Telefon keinen Endpreis?
Weil ein Preis ohne Kenntnis von Volumen, Etage und Zufahrt geraten wäre. Am Telefon grenzen wir die Spanne ein und klären die wichtigsten Punkte. Den verbindlichen Betrag bekommen Sie nach der Besichtigung schriftlich.
Was passiert, wenn der Tag länger dauert als geplant?
Im Stundenmodell wird die zusätzliche Zeit in halben Stunden abgerechnet, transparent und ohne Zuschlag. Beim Festpreis bleibt der Betrag stehen, auch wenn es länger dauert. Nachberechnet wird dort nur, wenn deutlich mehr Umzugsgut dazukommt als besprochen.
Sind in den Preisen alle Steuern enthalten?
Ja, sämtliche genannten Beträge verstehen sich inklusive gesetzlicher Mehrwertsteuer. Die Anfahrt innerhalb Berlins ist eingeschlossen. Etagengeld oder Tragegeld berechnen wir grundsätzlich nicht.
Wann muss ich bezahlen?
Gezahlt wird, wenn die Arbeit erledigt ist und wir die Ladeliste gemeinsam durchgegangen sind. Vorkasse verlangen wir bei Privatumzügen nicht. Gewerbliche Kunden erhalten eine Rechnung mit dem vereinbarten Zahlungsziel.
Kann ich die Umzugskosten steuerlich geltend machen?
Bei beruflich veranlassten Umzügen ist das in der Regel möglich, bei privaten Umzügen kommen häufig die Regelungen zu haushaltsnahen Dienstleistungen in Betracht. Verbindlich klären das nur Finanzamt oder Steuerberatung. Heben Sie in jedem Fall Rechnung und Kontoauszug auf, denn Barzahlungen werden meist nicht anerkannt.
Steht der Termin schon fest?
Über „Was kostet ein Umzug?" hinaus zählt am Ende Ihre eigene Zahl: Nennen Sie uns beide Adressen mit Etage und den Wunschtermin, alles Weitere klären wir bei der Besichtigung.