Sechs Phasen bis zum Ziel
Umzugscheckliste zum Abhaken
Diese Liste ist zum Abarbeiten gedacht, nicht zum Durchlesen. Sie teilt den Umzug in sechs Phasen: acht Wochen, vier Wochen, zwei Wochen, letzte Woche, Umzugstag und die Woche danach. Drucken Sie sie aus oder legen Sie sie in Ihre Notizen-App und haken Sie ab, was erledigt ist.
- Sechs Phasen von acht Wochen bis nach dem Umzug
- Verträge, Ummeldungen und Zählerstände im Blick
- Eigene Kiste für die erste Nacht
- Kurze Punkte, jeder in wenigen Minuten erledigt
Die Liste in Zahlen
- 6
- Phasen
- von acht Wochen vorher bis danach
- 8 Wochen
- Startpunkt
- Kündigung, Termin, erste Angebote
- 2 Wochen
- Halteverbot und Post
- Antrag und Nachsendeauftrag
- 1 Kiste
- Erste Nacht
- fährt im eigenen Auto mit
- 2 Wochen
- Ummeldefrist
- nach dem Einzug beim Bürgeramt
Acht Wochen vorher: Weichen stellen
In dieser Phase geht es um Papiere und Daten. Wer hier sauber abhakt, hat später kaum Überraschungen. Rechnen Sie beim Kündigen mit dem Zugang beim Vermieter, nicht mit dem Datum auf dem Brief.
Nutzen Sie die Zeit auch für eine ehrliche Bestandsaufnahme. Öffnen Sie Keller, Dachboden und Abstellkammer und entscheiden Sie, was wirklich mitzieht. Alles, was jetzt aussortiert wird, muss später niemand tragen und niemand bezahlen. Für ein belastbares Angebot vereinbaren Sie am besten gleich eine kostenlose Besichtigung.
- Kündigung schreiben und nachweisbar zustellen
- Übergabetermin für die alte Wohnung abstimmen
- Umzugstag festlegen und im Kalender sperren
- Zwei bis drei Angebote einholen, möglichst nach Besichtigung
- Urlaub oder freien Tag beantragen
- Grundriss der neuen Wohnung ausmessen
- Keller und Dachboden sichten, Sperrmüll planen
Vier Wochen vorher: Verträge und Material
Jetzt steht die Firma fest, und die Verträge kommen dran. Anschlusstermine für Internet und Strom sind der häufigste Grund, warum Leute in der neuen Wohnung erst einmal ohne Netz sitzen, deshalb gehören sie in diese Phase und nicht in die letzte Woche.
Auch das Packmaterial sollte jetzt im Flur stehen. Wer erst zwei Tage vorher Kartons besorgt, packt hektisch und stapelt schlecht. Wie viele Kisten Sie brauchen, rechnet der Ratgeber zur Kartonmenge aus, geliefert werden sie über unseren Kartonservice.
- Umzugsvertrag oder Auftragsbestätigung prüfen
- Strom, Gas und Internet ummelden oder neu abschließen
- Versicherungen und Bank über die neue Adresse informieren
- Kartons, Klebeband, Papier und Marker besorgen
- Kleiderboxen für die Garderobe einplanen
- Sperrmüll anmelden oder Entrümpelung beauftragen
- Betreuung für Kinder und Haustiere am Umzugstag klären
- Renovierungsbedarf in der alten Wohnung prüfen
Zwei Wochen vorher: Halteverbot, Post, Packen
Ab hier wird es konkret. Die Halteverbotszone braucht Vorlauf, der Nachsendeauftrag ebenfalls, und das Packen sollte spätestens jetzt begonnen haben. Fangen Sie mit den Räumen an, die Sie am seltensten betreten.
Ein Punkt wird häufig vergessen: die Anzahl der Schlüssel. Zählen Sie nach, ob alle Exemplare vorhanden sind, die im alten Übergabeprotokoll stehen. Nachmachen dauert ein paar Tage, und ein fehlender Schlüssel bei der Übergabe wird teuer. Falls Sie die Wohnung besenrein übergeben müssen, klären Sie jetzt, wer putzt, und buchen Sie bei Bedarf die Endreinigung.
- Halteverbotszone beantragen oder von uns beantragen lassen
- Nachsendeauftrag bei der Post einrichten
- Bürgeramtstermin buchen
- Keller, Dachboden und Abstellraum packen
- Bücher, Deko und Saisonkleidung in Kartons
- Schlüssel zählen, fehlende nachmachen lassen
- Teppiche reinigen und einrollen
- Endreinigung der alten Wohnung klären
Die letzte Woche und die Kiste für die erste Nacht
In der letzten Woche wird alles verpackt, was nicht täglich gebraucht wird. Parallel entsteht eine Kiste, die nicht in den LKW geht, sondern in Ihr eigenes Auto oder direkt neben die Tür. Darin liegt alles, was Sie am ersten Abend brauchen, ohne dass jemand zwanzig Kartons öffnen muss.
Diese Kiste kennzeichnen Sie deutlich, am besten mit einem Klebeband in einer Farbe, die sonst nirgends vorkommt. Stellen Sie sie in der neuen Wohnung sofort in die Küche oder ins Bad, nicht in den Stapel.
- Kühlschrank abtauen und trocken wischen
- Waschmaschine leerlaufen lassen und Transportsicherung setzen
- Restliche Lebensmittel aufbrauchen oder verschenken
- Kiste erste Nacht: Bettwäsche, Handtücher, Zahnbürste, Seife
- Kiste erste Nacht: Medikamente, Ladekabel, Taschenlampe
- Kiste erste Nacht: Toilettenpapier, Müllbeutel, Putzlappen
- Kiste erste Nacht: Werkzeug, Kaffee, Tassen, Wasser
- Wertsachen, Ausweise und Verträge separat ins eigene Auto
- Parkplatz vor der neuen Adresse prüfen
Der Umzugstag: Zählerstände und Übergabe
Am Umzugstag brauchen Sie vor allem zwei Dinge: einen freien Kopf und ein Handy mit Kamera. Fotografiert werden Zählerstände, der Zustand der Räume und alles, was bereits beschädigt war, bevor jemand einen Karton angefasst hat.
Sagen Sie dem Team am Anfang, was mitkommt und was stehen bleibt. Ein Blatt an der Tür der Räume, die nicht angerührt werden sollen, erspart Rückfragen. Zum Schluss gehen Sie die Ladeliste gemeinsam durch, bevor gezahlt wird. Wenn kurzfristig noch etwas fehlt, erreichen Sie uns über das Kontaktformular oder telefonisch.
- Zählerstände für Strom, Gas und Wasser notieren und fotografieren
- Räume vor dem Beladen fotografieren
- Team einweisen: was bleibt, was kommt mit
- Halteverbotszone prüfen, Schilder fotografieren
- Aufzug in beiden Häusern reservieren oder absichern
- Kiste für die erste Nacht separat transportieren
- Haustiere in einem ruhigen Raum oder bei Bekannten unterbringen
- Ladeliste gemeinsam abhaken, dann zahlen
- Schlüssel übergeben und quittieren lassen
Die erste Woche danach
Der Umzug ist gefahren, jetzt kommen die Ämter und die Formulare. Die Anmeldung im Bürgeramt hat die knappste Frist, sie muss binnen zwei Wochen nach dem Einzug erfolgen. Der Rest lässt sich in Ruhe abarbeiten.
Legen Sie alle Unterlagen zum Umzug an einer Stelle ab: Übergabeprotokolle, Fotos, Zählerstände, Rechnung, Halteverbotsgenehmigung. Wenn Monate später über die Kaution gesprochen wird, ist dieser Ordner die halbe Miete. Wie eine Übergabe formal abläuft, steht im Ratgeber zur Wohnungsübergabe.
- Beim Bürgeramt anmelden, Wohnungsgeberbestätigung mitnehmen
- Kfz-Zulassung anpassen, falls ein Auto vorhanden ist
- Zählerstände an die Versorger melden
- Arbeitgeber, Krankenkasse, Bank und Versicherungen informieren
- Übergabeprotokoll der alten Wohnung ablegen
- Kaution und Abrechnungstermine notieren
- Kartons zurückgeben oder weitergeben
- Namensschild an Klingel und Briefkasten anbringen
- Nachbarn kurz informieren, falls im Treppenhaus etwas gestellt wurde
Für wen diese Liste gemacht ist
Die Checkliste ist auf den privaten Wohnungswechsel in Berlin zugeschnitten. Prüfen Sie kurz, ob das Ihr Fall ist.
Sie ziehen privat um und wollen nichts vergessen, was Fristen hat.
Sie organisieren den Umzug selbst und beauftragen nur Tragen und Fahren.
Sie ziehen zum ersten Mal um und kennen die Reihenfolge noch nicht.
Sie helfen Eltern oder Großeltern beim Umzug und übernehmen die Organisation.
Sie planen einen Firmenumzug mit Arbeitsplätzen, Serverraum und Ausfallzeiten.
Sie suchen nur Preise und Rechenwege, dafür ist der Kostenratgeber der bessere Ort.
Sie brauchen Antworten zu Mietrecht, Kaution oder Schönheitsreparaturen.
Wenn Sie lieber gleich Termin und Preis klären möchten, geht das direkt über das Formular. Angebot anfordern
Punkte, die auf keiner Standardliste stehen
Diese Fälle tauchen regelmäßig auf und werfen den Plan durcheinander, wenn niemand vorher daran gedacht hat.
Übergabe der alten Wohnung am Umzugstag
Das geht, wenn die Übergabe erst am späten Nachmittag stattfindet und die Wohnung vorher gereinigt ist. Sicherer ist ein Puffer von ein bis zwei Tagen. Wer beides am selben Tag stemmt, sollte die Reinigung abgeben, sonst wird es sehr eng.
Nur eine Person zieht aus der WG aus
Klären Sie vorher schriftlich, welche Möbel gemeinsam angeschafft wurden und was mitgeht. Für den Transport reicht meist ein kleines Team mit Transporter für wenige Stunden. Die Ummeldung ist trotzdem fällig, auch beim Wechsel innerhalb derselben Stadt.
Der Vermieter verlangt eine Endreinigung mit Nachweis
Lassen Sie sich schriftlich geben, welcher Umfang gemeint ist, und fotografieren Sie den Zustand nach der Reinigung. Wir reinigen ab 3,40 Euro je Quadratmeter und stellen eine Rechnung aus, die Sie vorlegen können. Ob eine solche Klausel wirksam ist, ist eine Rechtsfrage für den Mieterverein.
Möbel passen nicht durch das neue Treppenhaus
Messen Sie vor dem Umzugstag Türbreiten, Deckenhöhe im Treppenauge und die engste Kurve. Passt der Schrank nicht, hilft entweder das Zerlegen oder der Möbellift für 260 Euro je Halbtag. Beides lässt sich nur planen, wenn das Maß vorher bekannt ist.
Der Nachsendeauftrag greift zu spät
Die Einrichtung braucht ein paar Tage, deshalb gehört sie zwei Wochen vor den Umzug und nicht auf den Umzugstag. Informieren Sie zusätzlich die wichtigsten Absender direkt, vor allem Bank, Versicherung und Arbeitgeber. Ein Zettel im alten Briefkasten hilft nur, wenn der Nachmieter kooperativ ist.
Fragen zu: Umzugscheckliste
Wie lange dauert es, eine Wohnung komplett zu packen?
Für eine Zweizimmerwohnung sollten Sie mit etwa 15 bis 20 Stunden rechnen, verteilt über mehrere Abende. Bei drei Zimmern mit Keller wird daraus schnell die doppelte Zeit. Wer die letzten Tage frei nimmt, unterschätzt meist, wie viel Kleinkram in Schubladen steckt.
Was gehört unbedingt in die Kiste für die erste Nacht?
Bettwäsche, Handtücher, Kulturbeutel, Medikamente, Ladekabel, Toilettenpapier und etwas Werkzeug. Kaffee, Tassen und Wasser machen den ersten Morgen deutlich angenehmer. Diese Kiste fährt im eigenen Auto mit und nicht im LKW.
Muss ich die alte Wohnung selbst renovieren?
Das hängt vom Mietvertrag und vom Zustand ab. Starre Fristenpläne für Schönheitsreparaturen sind nach der Rechtsprechung in vielen Fällen unwirksam, entschieden wird aber immer im Einzelfall. Bevor Sie streichen, lohnt ein Blick in den Vertrag und im Zweifel eine Beratung beim Mieterverein.
Wann sollte ich die Zählerstände ablesen?
Direkt bei der Übergabe der alten Wohnung und noch einmal bei der Übernahme der neuen. Fotografieren Sie das Display zusammen mit der Zählernummer. Diese beiden Fotos verhindern die meisten Diskussionen bei der Nebenkostenabrechnung.
Kann ich einzelne Punkte abgeben?
Ja, fast alle. Packen, Kartons, Halteverbotszone, Möbelmontage, Entrümpelung und Endreinigung lassen sich einzeln beauftragen. Sagen Sie uns bei der Besichtigung, welche Aufgaben Sie behalten wollen, dann kalkulieren wir nur den Rest.
Was mache ich mit Sachen, die weder mitkommen noch Müll sind?
Verschenkeecken, Kleinanzeigen und Sozialkaufhäuser nehmen brauchbare Möbel oft an, brauchen aber Vorlauf. Was übrig bleibt, nehmen wir auf Wunsch am Umzugstag mit und entsorgen es fachgerecht, abgerechnet ab 78 Euro je Kubikmeter. Planen Sie diesen Punkt früh ein, kurzfristig sind Abholtermine knapp.
Steht der Termin schon fest?
Über „Umzugscheckliste" hinaus zählt am Ende Ihre eigene Zahl: Nennen Sie uns beide Adressen mit Etage und den Wunschtermin, alles Weitere klären wir bei der Besichtigung.